Die neuen Platin-Editionen des Ferdinand Berthoud Chronomètre FB3 SPC

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Im Jahr 2015 wurde einer der bedeutendsten Namen der Uhrmacherei des 18. Jahrhunderts durch Karl-Friedrich Scheufele, Co-Präsident von Chopard, wiederbelebt. Ferdinand Berthoud (1727–1807), der schweizerische Uhrmacher, der 1745 nach Paris auswanderte und durch seine Marinechronometer Weltruhm erlangte, erfuhr eine Renaissance. Scheufeles Ziel war es, das chronometrische Erbe Berthouds in zeitgenössischer Uhrmacher-Sprache fortzuführen. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich Ferdinand Berthoud als eine exklusive Marke etabliert, die Kenner mit technischer Präzision und ästhetischer Raffinesse begeistert. Zum zehnten Jubiläum präsentiert Ferdinand Berthoud eine limitierte Serie der Chronomètre FB3 Referenz in Platin, die wahlweise mit lachsfarbenem oder schwarz-PVD-beschichtetem Werk erhältlich ist und optional mit Diamanten veredelt werden kann.

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Das Herzstück der FB3-Kollektion, die erstmals 2022 vorgestellt wurde, bildet die seltene zylindrische Unruhspirale. Historisch gesehen wurde diese Spiralfeder in Marinechronometern verwendet, unter anderem in einer Dezimal-Taschenuhr von 1793, die von Louis Berthoud, dem Neffen von Ferdinand Berthoud, entwickelt wurde. Der Vorteil einer solchen zylindrischen Spirale liegt darin, dass sie sich konzentrisch entwickelt und dadurch Reibungsverluste an den Zapfen reduziert werden. Aufgrund der enormen Herausforderung bei Herstellung und Regulierung dauerte die Forschung und Entwicklung des Kalibers FB-SPC über drei Jahre.

Die Jubiläumsmodelle erscheinen nun in einem eindrucksvollen 42,3-mm-Platingehäuse mit einer Höhe von nur 9,43 mm. Die Fertigung und Feinbearbeitung der aus 57 Einzelteilen bestehenden Gehäuse erfordert mehr als 30 Stunden Handarbeit. Dabei wird das edle Metall aufgrund seiner Dichte und zugleich guten Formbarkeit äußerst präzise poliert. Charakteristisch für Ferdinand Berthoud sind auch hier die verschraubten Bandanstöße sowie die große, mit Kreuzmuster gravierte Krone (Durchmesser 8,5 mm). Ein stark gewölbtes Saphirglas schützt das Zifferblatt, während der Gehäuseboden ebenfalls aus Saphir besteht und ein rechteckiges seitliches Sichtfenster auf der linken Gehäuseseite einen spektakulären Einblick auf die „atmende“ zylindrische Spiralfeder ermöglicht.

Die Jubiläums-Edition des FB3 ist in zwei außergewöhnlichen Farbvarianten erhältlich: einerseits mit einem schwarzen, sandgestrahlten und PVD-beschichteten Uhrwerk und rhodinierten Zeigern aus Weißgold, andererseits mit einem lachsfarbenen, sandgestrahlten Uhrwerk und intensiv blauen, CVD-behandelten Zeigern aus Gold. Beide Varianten können mit Diamanten bestellt werden, wobei insgesamt 48 Diamanten im Baguette-Schliff auf der Lünette, 10 Diamanten auf der Dornschließe und 18 Diamanten auf der Krone angebracht werden können.

Der Anblick des Uhrwerks, das über ein dynamisches dreidimensionales Design verfügt, offenbart eine anspruchsvolle Architektur. Das COSC-zertifizierte Kaliber FB-SPC zeigt sich nicht nur durch den Saphirboden, sondern lässt sich ebenso gut von vorn und durch das Seitenfenster bewundern. Die Hemmungs- und Regulierorgane sind auf der linken Seite des Zifferblattes vertikal arrangiert und werden von einzelnen, separaten Brücken gehalten, was präziseste Feinregulierungen ermöglicht.

Ganz oben befindet sich die auffällige Unruhbrücke, die die zylindrische Spiralfeder in der Schwebe hält, gefolgt von der Ankerbrücke in der Mitte und der Hemmungsradbrücke unten. Auf der Zwölf-Uhr-Position dominiert ein großes Federhaus, das von einer bogenförmigen Brücke gehalten wird, eine Reminiszenz an historische Marinechronometer und Berthouds dezimale Taschenuhr. Das Federhaus bietet eine großzügige Gangreserve von 72 Stunden und verfügt über einen automatischen Schleppmechanismus, der ein Überdrehen verhindert.

Das Design des Zifferblattes wird durch eine erhöhte, abgerundete periphere Skala ergänzt, die Stunden und Minuten klar ablesbar macht. Sowohl die Stunden- als auch die Minutenzeiger sind offen gearbeitet und bieten so freien Blick auf das Uhrwerk. Sandgestrahlte Einzelbrücken unterstützen sowohl die Gangreserveanzeige bei 2 Uhr, die zentrale Stunden- und Minutenanzeige als auch die kleine Sekunde und die auffällige Bogenbrücke des Federhauses. Von der Rückseite präsentiert sich eine präzise konstruierte Komposition aus insgesamt zehn sandgestrahlten Brücken, die durch raffinierte Lichtführung das visuelle Highlight, die zylindrische Spiralfeder, in Szene setzen.

Ein weiteres Detail betrifft das Armband: Standardmäßig ist ein Alligatorlederband mit einer hochwertigen Dornschließe aus Platin vorgesehen. Erstmals bietet Ferdinand Berthoud jedoch auch eine optionale 18-mm-Faltschließe mit Sicherheitsverschluss an, welche mit einer Feineinstellung von ±3 mm versehen ist und entweder in 18-karätigem Rosé- oder Weißgold bestellt werden kann.

Die beiden Modelle ohne Diamanten sind jeweils auf 20 Exemplare limitiert und kosten CHF 158.000 (inkl. MwSt.) inklusive Platindornschließe. Die mit Diamanten besetzten Varianten sind auf jeweils fünf Stück begrenzt und werden für CHF 220.000 (inkl. MwSt.) mit diamantbesetzter Platinschließe angeboten.

Mit den neuen Platin-Editionen des Chronomètre FB3 SPC gelingt Ferdinand Berthoud nicht nur eine eindrucksvolle Hommage an die Uhrmacherkunst des 18. Jahrhunderts, sondern auch eine beeindruckende Verbindung von Tradition, Innovation und exquisiter Handwerkskunst – eine würdige Feier zum zehnjährigen Jubiläum der Marke.